Unterwegs auf Darwins Spuren auf den Galápagos-Inseln - Höllenritt und erste Eindrücke von San Christóbal

13. - 19. November 2018

Am 13. November 2018 hieß es Abschied nehmen von Santa Cruz. Den Vormittag hatten wir mit Frühstücken und Genießen des Treibens an der Strandpromenade verbracht, bis wir gegen 14 Uhr am Hafen von Puerto Ayora zum Boarding gegangen sind. Auch wenn man die Galápagos-Inseln wechselt, muss man sein Gepäck prüfen lassen.

Als wir mit ungefähr 20 anderen Personen auf dem Schnellboot saßen, wollte der Motor nicht anspringen. Somit wurde der Mechaniker gerufen, der das Universalwerkzeug Klebeband hervorzauberte.

Mit großem Vertrauen in die Festigkeit des Klebebands starteten wir unsere Überfahrt nach San Christóbal, die sich anfühlte als ob wir uns auf dem Highway to Hell befänden.

Gute 2,5 Stunden wurden wir mit circa 40 km/h über die Wellen gebeutelt. Vor dem Start mussten wir unsere Rucksäcke im Bugbereich ablegen. Da ich aber etwas vergessen hatte, versuchte ich während der Fahrt zum Bug zu gelangen. Es war unmöglich einfach vor zu laufen. Ich musste mich am Geländer an der Decke nach vorne hangeln und durch die harten Aufschläge sind meine Füsse ständig nach oben geflogen. Als ich endlich vorne angekommen war, half mir ein Crewmitglied an den Rucksack zu kommen. Der Arme ist in den Raum regelrecht hineingeflogen. Ich sass mit dem Rucksack auf der Bank und bin zusammen mit dem Rucksack in die Höhe geflogen…Einfach unglaublich.

Einer von den Mitreisenden musste über die Reling seinen Magen entleeren und ist anschließend auch noch umgefallen…Was für eine Fahrt.

Endlich hatten wir unser Ziel, San Christóbal, erreicht und die ersten paar Meter an Land schwankte noch alles.

Erste Eindrücke von Puerto Baquerizo Moreno

Vom Hafen von Puerto Baquerizo Moreno sind wir circa 20 Minuten zur Unterkunft Casa de Jeimy gelaufen. Große Letter am Hafen bestätigten uns, dass wir auf der richtigen Insel gelandet waren.

Mein erster Eindruck war, dass vor allem die Strandpromenade sehr liebevoll konzipiert wurde. Das Örtchen Puerto Baquerizo Moreno wirkte ein wenig verschlafen. Es gab ein paar kleine Restaurants und kleine Läden, aber im Gegensatz zu Santa Cruz waren fast keine Menschen dort und auf den Straßen zu sehen.

Die Unterkunft 

Unsere Unterkunft Casa de Jeimy lag auf einer Anhöhe und war ein Hostel mit Mehrbett- und Zweibettzimmern. Wir hatten ein Zweibettzimmer mit privaten Badezimmer.

Das Besondere der Unterkunft waren die zwei großen und schönen Dachterrassen, die jeweils mit Küchenzeilen und Hängematten ausgestattet waren. Mit dem guten Ausblick über Puerto Baquerizo Moreno konnte man sich das Frühstück auf der Dachterrasse schmecken lassen.

Kulinarische Köstlichkeiten

Den Tag haben wir im kleinen lokalen Restaurant El Rincon de Sebas ausklingen lassen, dass eher einer Wohn-Koch-Gemeinschaft glich. Das Restaurant bestand aus einer kleinen Terrasse mit Sitzgelegenheiten und das Essen wurde teilweise durch das Fenster gereicht. Beim Weg auf die Toilette spazierte man durch den Wohnraum.

Die Empenadas gefüllt mit Hähnchen oder Käse oder Meeresfrüchten waren ein Genuss. Auch der Weiße Thunfisch mit Reis und Salat war sehr lecker und hatte für 8 US-Dollar ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses Restaurant wurde zu unserem Stammlokal für die nächsten Abende.

Am nächsten Morgen sind wir mit einem sehr netten Ecuatorianer in Kontakt gekommen, der italienische Wurzeln hat und schon mehrere Jahre in den USA gelebt hatte und damit gutes Englisch sprach, was die Kommunikation sehr erleichterte. Obwohl ich seit ein paar Jahren einen Spanischkurs besuche, sind meine Spanischkenntnisse leider noch nicht auf dem mir gewünschten Niveau. Er hat seit ungefähr einem Jahr die Bäckerei Su Panaderia y Pasteleria Fragata in Puerto Baquerizo Moreno eröffnet. Jeden Morgen haben wir uns ein paar Teilchen zum Frühstück geholt. Diese haben wir entweder auf der Dachterrasse oder am Strand genossen.

Ein weiteres kulinarisches Highlight waren die Speisen im Fresco Café, das direkt am Weg zum Playa Mann liegt. Dort konnte man auch vegetarische Gerichte genießen.

INFOBOX

  • Destination: San Christóbal/Galápagos-Inseln/Ecuador
  • Amtssprache: Spanisch
  • Nützliche Sprachkenntnisse zur Verständigung: Spanisch, Englisch 
  • Währung: US-Dollar
  • Transfermöglichkeiten: per Schnellboot von Santa Cruz, per Flugzeug
  • Unterkunftsempfehlung: Casa de Jeimy (45 US-Dollar pro Nacht für DZ mit eigenem Bad)
  • Restaurantempfehlungen: El Rincon de Sebas, Fresco Café, Fragata

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