Unterwegs auf Darwins Spuren auf den Galápagos-Inseln - Erste Eindrücke von Santa Cruz

7. - 13. November 2018

Nachdem wir nach dem Flug von Panama City nach Guayaquil/Ecuador eine Nacht auf dem Flughafen verbracht hatten, ging es am 07. November 2018 früh morgens mit dem Flieger nach Baltra, eine der Galápagos-InselnAuf diesem Flug konnten wir aufgrund eines Upgrades in den Genuss der Business Class kommen.

Vor uns standen 12 aufregende Tage, von denen wir jeweils sechs Tage für die Insel Santa Cruz und jeweils sechs Tage für die Insel San Christóbal geplant hatten.

Die Einreisebestimmungen

Die Einreise auf das Galápagos-Archipel ist mit erhöhten Sicherheitskontrollen verbunden. Unter anderem dürfen keine Lebensmittel mitgebracht werdenAm Abflughafen in Guayaquil wurde das Gepäck an einem extra Schalter auf Lebensmittel und auf Bodenreste am Wanderequipment untersucht. An diesem Schalter musste man ebenfalls eine Registrierungsgebühr von 20 US-Dollar entrichten und vorweisen, dass man ein Rück- bzw. Weiterflugticket besitzt und dass man eine Unterkunft gebucht hatte. Mit dieser Maßnahme möchte die Regierung von Ecuador den Besucherstrom auf die Galápagos-Inseln kontrollieren und illegale Einwanderung vorbeugen. Ebenfalls kann es auch sein, dass geprüft wird, ob man gegen Gelbfieber geimpft ist. Erst danach haben wir die Registrierungskarte erhalten und durften zum Boarding.

Nach dem Aussteigen aus dem Flieger auf Baltra mussten wir über einen Art antibakteriellen Teppich laufen, damit die Schuhsohlen gereinigt wurden. Noch bevor man die Ankunftshalle erreicht mussten wir die Eintrittsgebühr für den Galápagos-Nationalpark von 100 US-Dollar pro Person in bar entrichten. Ebenfalls wird einem gleich das Busticket von 5 US-Dollar pro Person angeboten. In der Ankunftshalle wurde das Gepäck noch einmal durch Spürhunde überprüft.

Diese Schutzmaßnahmen sind notwendig, um die einzigartige Flora und Fauna auf den Galápagos-Inseln, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, zu schützen. 

Die GalápagosInseln sind ein Archipel aus mehr als 130 Inseln im östlichen Pazifischen Ozean, liegen am Äquator und sind circa 1000 km von Ecuador entfernt. Nur fünf GalápagosInseln sind besiedelt, nämlich Santa Cruz, San Christóbal, Isabela, Floreana und Baltra.

Von dem kleinen Flughafen auf Baltra ging es zuerst mit dem Bus zu einem kleinen Hafen, anschließend sind wir mit der Fähre nach Santa Cruz übergesetzt und mit einer weiteren Busfahrt erreichten wir Puerto Ayora. Schon während der Busfahrt auf Santa Cruz konnten wir die ersten Landschildkröten erblicken.

Unsere Unterkunft

Unsere Unterkunft, El Bambu, die wir schon im Voraus gebucht hatten, war nur wenige Meter von der Bushaltestelle entfernt. Die Unterkunft war großartig. Der Innenraum war mit stylischen Details dekoriert und mit allem was man braucht ausgestattet. Besonders vorteilhaft war der Trinkwasserspender, der sich in der Küche befand.

Auch die Lage der Unterkunft war top. Zum Zentrum von Puerto Ayora brauchte man nur 15 Minuten und der Weg zu der schönen Tortuga Bay ging direkt hinter unserer Unterkunft los.

Erste Verwunderung

Überrascht war ich allerdings gleich zu Anfang, dass es auf Santa Cruz kraftstoffbetriebene Fahrzeuge gibt und dass die Innenstadt von Puerto Ayora mit schicken Restaurants, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten sehr auf den typischen Komfort-Touristen ausgelegt ist.

Durch Gespräche mit Tour-Guides habe ich erfahren, dass die Einheimischen Elektrofahrzeuge fahren. Hin und wieder konnte ich das auch beobachten. Diese wurden aber für den Tourismus als zu langsam empfunden. Ich finde, für den Schutz dieser einzigartigen Galápagos-Inseln kann man von uns Besuchern auch einen gewissen Verzicht auf Komfort fordern und einen hohen Wert auf umweltbewussten Tourismus legen.

Kulinarische Erlebnismomente

Kulinarisch hatte Santa Cruz einiges zu bieten. Auf der Charles Binford Street konnte man kleine Restaurants von Einheimischen besuchen, die Gerichte zu erschwinglichen Preisen anboten. Gleich am Ankunftstag haben wir uns im Restaurant Kiosko de Renato einen gegrillten Thunfisch und Ceviche de Pescado schmecken lassen.

Zur Mittagszeit wurden Menüs mit Vorsuppe, Hauptspeise und Getränk für gerade einmal 5 US-Dollar angeboten. Am zweiten Tag hatten wir ein solches Mittagsmenü im schon getesteten Restaurant Kiosko de Renato ausprobiert. Alle Gerichte waren sehr schmackhaft gewesen.

In den Restaurants an der Strandpromenade gibt es ebenfalls vielfältige Gerichte, aber zu einem vielfach höheren Preis als auf der Charles Binford. Meiner Meinung nach passen die sehr modern aussehenden Lokalitäten auch nicht zu dem naturnahen Charakter der Galápagos-Inseln.

Einzig zu empfehlen ist das Eis im Café il Giardino.

Beim Schlendern durch die Charles Binford Straße sind wir durch Zufall auf das Restaurant Sazón Manabita gestoßen, in dem wir schließlich jeden Abend gegessen haben, weil das Essen dort so lecker war.

Als ein besonderes Geschmackserlebnis empfand ich die equatorianische Variante des Ceviches de Camarón und die Cazuela de CamarónMuy delicioso!

Im Sazón Manabita haben wir auch einen Hummer probiert. Das Fleisch in Kombination mit der Marinade war sehr lecker.

Interessant war auch das Frühstück im Restaurant Lo & LoDort gab es Bolas, die man entweder ungefüllt oder gefüllt mit Käse und/oder Fleisch bestellen konnte. Die mit Käse gefüllte Bola zusammen mit einem gemischten Salat empfand ich als eine gute Frühstücksvariante.

Eine Frucht, die ich besonders interessant fand und gleich einmal ausprobieren musste, war die Inga edulis oder auch Ice Cream Bean. Von außen sieht diese Pflanzenart wie ein langer grüner Stengel aus. Das Fruchtfleisch schmeckt schaumig und erfrischend.

Fazit

Ich hätte nicht erwartet, dass Puerto Ayora so touristisch erschlossen ist. Mit der Unterkunft hatten wir die richtige Wahl getroffen. Auch kulinarisch gesehen, hatten wir einige Highlights. Über unsere Exkursionen auf und um Santa Cruz werde ich in den folgenden Blogbeiträgen detailliert berichten.

INFOBOX

  • Destination: Santa Cruz/Galápagos-Inseln/Ecuador
  • Amtssprache: Spanisch 
  • Nützliche Sprachkenntnisse zur Verständigung: Spanisch, Englisch teilweise 
  • Währung: US-Dollar
  • Einreisebestimmungen: Registrierungskarte (20 US-Dollar pro Person), Rück- bzw. Weiterflug und Unterkunft muss im Voraus schon gebucht sein, Eintrittsgebühr für Galápagos-Nationalpark (100 US-Dollar pro Person, in bar), keine Lebensmittel einführen
  • Transfermöglichkeiten: Flug, per Schiff
  • Unterkunftsempfehlung: El Bambu (50 US-Dollar pro Nacht)
  • Restaurantempfehlungen: Sazón Manabita, Kiosko de Renato, Lo&Lo, il Giardino

Weitere Erlebnismomente

Lass dich von meinen abenteuerlichen und genussvollen Erlebnismomenten inspirieren.